Wohnquartier am Bürgerhaus Mainz-Kostheim
ArGe SCHOYERER ARCHITEKTEN_SYRA und Christ.Christ. associated architects
1.) Städtebau
An der Schnittstelle zwischen Mainz-Kastel und Mainz Kostheim schlagen die Verfasser einen Stadtquartier vor, welches sich allseitig angemessen auf das jeweilige Gegenüber bezieht, d.h. die Quartierskanten bleiben geschlossen, dort wo es der Schallschutz erfordert und werden geöffnet, wo es quartiersübergreifende Bezüge gibt. Trotz der Kantenlängen von ca. 110 m gelingt es den Blockrand mittels Versätzen und Knicken an die ortsübliche Maßstäblichkeit anzugleichen. An den Anschlussstellen beziehen sich die Trauf- und Attikahöhen auf die unmittelbare Nachbarschaft (max. 3 Geschosse). Im weiteren Verlauf steigen die Dachkanten gleichmäßig an. Es entwickelt sich eine durchgängige Dachlandschaft und diese formt sich am Quartiersplatz zu einer markanten und von weitem wahrnehmbaren Silhouette mit bis zu 8 Geschossen an der höchsten Stelle. Der Quartiersplatz auf dem nordöstlichen Quadranten ist sowohl baulich über eine Passage an der Kostheimer Landstraße und einer Öffnung zum Bürgerhaus, als auch über sein öffentliches bzw. halböffentliches Nutzungsangebot, gut an den Stadtraum angebunden. Die restlichen drei Quadranten bieten im emissionsgeschützten Innenbereich ein ruhiges, autofreies und durchgängiges Kontinuum von Gartenräumen, besiedelt mit fünf dreigeschossigen Punkthäusern. Die Erschließung erfolgt über zwei parallele Wege und die Straße am Ostrand - somit ist das gesamte Wohnquartier an der Kostheimer Landstraße angebunden (Adressbildung). Das hier vorgeschlagene Bebauungskonzept weist eine GRZ von 0,4 auf. Im Sinne einer nachhaltigen Quartiersentwicklung wird wie folgt ein lebenswertes Wohnumfeld mit Aufenthalts- und Nutzungsqualitäten und eine ökologische Gestaltung der öffentlichen und privaten Grün-/ Freiflächen zur Stärkung der Biodiversität vorgeschlagen:
2.) Freianlagen und Grünkonzept
2.1.) Öffentliche und Halböffentliche Freiräume/Freianlagen
Der Quartiersplatz im nordöstlichen Quadranten wird als Schnittstelle zum angrenzenden Stadtraum ausgebildet. Dieser barrierefrei erreichbaren und von der Kostheimer Landstraße abgeschirmten Platzfläche, sind erdgeschossig alle Sondernutzungen wie Kindertagesstätte, Bäckereishop, Fahrradservicestation, Waschsalon, Co-Working-Space, Gastronomie und der Gemeinschaftsraum (Wohngruppe) zugeordnet. Um eine große Dorflinde herum laden, an den Platzkanten, Schaufensteranlagen mit einem sinnvoll kombinierten und attraktiven Nutzungsangebot zum Verweilen und Austausch ein. Diese wohldimensionierte Platzfläche öffnet sich diagonal auf der einen Seite zum Kinderspielplatz und zum ruhigen Innenbereich und auf der anderen Seite geht sie in den Bereich Bürgerhaus über.
2.2.) Private und halbprivate Freiräume/Freianlagen
Der autofreie Innenbereich ist als Freiflächenkontinuum angelegt - vom Kindergarten-Freiraum über die kleinen „Kiezplätze“ (zwischen den Hauseingängen), bis hin zu den Mietergärten. Alle EG-Wohnungen liegen im Hochparterre und abgesehen von den EG-Wohnungen entlang der östlichen Erschließungsstraße und dem Quartiersplatz, haben alle Wohnungen höhengleiche Zugänge zu den Mietergärten. Weil diese Gliederung von halbprivat zu privat den Bewohnern alle Möglichkeiten der Kommunikation und des Rückzugs bietet, wird sich ein verantwortungsvoller Umgang mit den Außenräumen einstellen - die Bewohner werden sich mit ihrem Kiez identifizieren.
2.3.) Grünkonzept
Das vorgeschlagene Grünkonzept setzt einerseits neue Maßstäbe und führt andererseits sinnvolle bestehende Komponenten, wie die Begrünung der Vorgartenbereiche und die Baumreihe entlang der Kostheimer Landstraße, fort. An der südlichen Grundstücksgrenze wird ein 7m breiter Streifen von Bebauung und von Wegeführung freigehalten und bleibt als Steinfeld/Trockenfläche mit Retentionsmulden naturbelassen. Im ruhigen Innenbereich werden die Gartenanlagen gezielt mit Einzelbäumen (sommerlicher Wärmeschutz) ergänzt und an raumwirksamen Stellen auch mit großen Baumkronen ausgestattet. Die Bodenaufbauten der Wegeflächen, des Quartiersplatzes, des Sportplatzes und von Terrassen werden unversiegelt ausgeführt. Sämtliche Dachflächen werden intensiv/extensiv begrünt und auf den Dachterrassen und den Wohnungsloggien und -Balkonen sind individuell Trog-Bepflanzungen möglich. Zudem bietet sich auf einer Teilfläche des Parkhauses Urban-Gardening an. Die hofseitige Fassade des Parkhauses wird vollflächig begrünt. Insgesamt dienen diese Maßnahmen zur Förderung der Verdunstung, Niederschlagsspeicherung und –Versickerung.
2.4.) Aufschüttungen
Alle EG-Wohnungen liegen im Hochparterre und bis auf die EG-Wohnungen an der östlichen Erschließungsstraße und dem Quartiersplatz haben alle Wohnungen durch die Aufschüttung (Baugrubenaushub) einen höhengleich zugänglichen Mietergarten. Der Bereich des Wegenetzes bleibt frei von Aufschüttungen – hierdurch bleiben die Mietergärten in ihrer Privatheit geschützt.
3.) Verkehr und Ruhender Verkehr
Weil fast alle KFZ-Stellplätze (160 Stück) parallel des Gleisfeldes in einem 2-geschossigen Parkhaus untergebracht werden, bleibt der gesamte Innenbereich autofrei. Die Fassade des über die östliche Erschließungsstraße erreichbaren Parkhauses wird zum Gleisbett nur durch ein Stahlnetz geschlossen. Somit ist die natürliche Belichtung und Belüftung gewährleistet (Berankung möglich). Nur Fahrzeuge der Müllentsorgung und der Feuerwehr gelangen über den westlichen Erschließungsweg und den Quartiersplatz auf das Gelände und haben dort Wendemöglichkeiten. In Ergänzung zu den vorhandenen ÖPNV-Haltestellen an der Kostheimer Landstraße werden weitere nachhaltige Mobilitätsangebote wie Car-Sharing und Leihrad-Station entlang der östlichen Erschließungsstraße angeboten. Zudem gibt es entlang des Parkhauses Ladestationen für E-Bikes und E-Lastenbikes und eine Fahrradabstellanlage mit 256 Doppelstockparkern, weitere Fahrradparker sind den jeweiligen Hauseingängen zugeordnet. Die einzige quartiersübergreifende Verbindung an das bestehende Fuß- und Radwegenetz führt entlang der Nordfassade des Parkhauses.
4.) Architektur und Technische Anforderungen
4.1.) Gebäude / Wohnungen / Wohnungsmix
Gebäude A: Die Hauseingänge sind zur Kostheimer Landstraße gelegen. In den Geschossen befinden sich familiengerechte 4 ZKB, 5 ZKB und altersgerechte 2 ZKB (2 Pers., barrierefrei) Wohnungen. Die Wohnungen werden als Vierspänner über ein außenliegendes Treppenhaus erschlossen, was ein sehr gutes Wohnflächen-/ Erschließungsflächenverhältnis erzeugt. Sämtliche Wohnräume und Loggien sind zum Innenbereich hin orientiert. Das Erdgeschoss ist 0,8 m über das angrenzende Terrain abgehoben, ebenso die angrenzenden Mietergärten wodurch eine natürliche Trennung der halböffentlichen und privaten Bereiche erzeugt wird. Für die Wohnungen, welche ausschließlich zum Innenbereich gelegen sind, wird ein zweiter baulicher Rettungsweg hergestellt. Gebäude B (Vierspänner): Die Hauseingänge sind zur Kostheimer Landstraße und zum Bürgerhaus gelegen. Im Erdgeschoss sind die geforderten Gewerbeflächen untergebracht. Zusätzlich zu der Bäckerei, dem Gemeinschaftsraum für das Wohnprojekt, dem Waschsalon, dem Co-Working-Bereich und der Fahrradwerkstatt wird eine Gastronomiefläche vorgeschlagen. Die Wohnungen werden als Ein- bis Vierspänner über ein außen liegendes Treppenhaus erschlossen. In den Obergeschossen, welche sich parallel zur Kostheimer Landstraße befinden, sind die Low-Cost-Wohngemeinschaften, die Clusterwohnungen, 2 ZKB (1 Pers., barrierefrei), 2 ZKB (2 Pers., barrierefrei), 3 ZKB, 4 ZKB, und eine 6 ZKB Wohnungen untergebracht. In dem Gebäudeteil, welches parallel zum Bürgerhaus gelegen ist befindet sich in den Obergeschossen das Wohnprojekt mit 2 ZKB (1 Pers.) und 2 ZKB (2 Pers.) Wohnungen, sowie weitere 2 ZKB, eine 5 ZKB und eine 6 ZKB Wohnung. Sämtliche Wohnräume und Loggien sind zum Innenbereich / Quartiersplatz hin orientiert. Durch die schräge (terrassierte) Ausformung des Dachbereichs entsteht ein differenziertes Angebot von Dachgeschosswohnungen mit Dachterrassen und –gärten (Patiowohnungen). Gebäude C (Zweispänner): Die Punkthäuser haben offene, außen liegende Treppenhäuser (Zweispänner). In den Punkthäusern sind familiengerechte 4 ZKB Wohnungen untergebracht. Die Mietergärten sind 1,4 m vom angrenzenden Terrain abgehoben. Auf dem Dach werden gemeinschaftliche Flächen angeboten. Gebäude D (Innengang-/ Laubenganghaus): Für die Wohnnutzung sind ein Hauseingang am Quartiersplatz und ein Hauseingang an der Straße zum Bürgerhaus gelegen. Im mittleren Bereich des Erdgeschosses ist die Kindertagesstätte positioniert, deren Haupteingang zum Quartiersplatz gelegen ist. Die Gruppenräume sind nach Süden zu dem 726 m² großen Freibereich orientiert. Die Geschosse des Innenganghauses werden über drei Treppenhäuser angedient. Die Flure werden im Bereich zum Bürgerhaus zu Laubengängen und sind größtenteils mit dem Gebäude E und dadurch mit der Quartiersgarage verbunden. In den Geschossen befindet sich ein differenzierter Mix aus 2 ZKB (1 Pers., barrierefrei), 2 ZKB (2 Pers., barrierefrei), 2 ZKB (2 Pers.), 3 ZKB (barrierefrei), 3 ZKB, 4 ZKB, 5 ZKB (barrierefrei) und 5 ZKB Wohnungen. Einem Teil der Wohnungen sind Mietergärten zugewiesen. Sämtliche Wohnräume und Loggien sind zum Innenbereich bzw. Quartiersplatz hin orientiert. Auch hier sind das Erdgeschoss und die Mietergärten 0,8 m vom angrenzenden Terrain abgehoben. Auch die Dächer des Gebäudes D sind schräg (terrassiert) ausformuliert, wodurch das Angebot von Penthouse Wohnungen mit Dachterrassen und -gärten ergänzt wird. Gebäude E (Laubenganghaus): Im Erd- und 1. Obergeschoss des Gebäudes ist die Quartiersgarage mit insgesamt 160 Stellplätzen untergebracht. Die Wohnungen werden über Laubengänge angedient. An den Laubengängen sind zwei Treppenhäuser gelegen. In den Geschossen wird ein Mix aus 2 ZKB (2 Pers.), 3 ZKB, 4 ZKB und 5 ZKB Wohnungen angeboten. Sämtliche Wohnräume und Freisitze sind zum Innenbereich hin orientiert. Durch die schräge Ausformulierung der Freisitze und Fassaden der Wohnräume haben diese eine optimale Ausrichtung nach Westen. Auch in diesem Gebäude gibt es ein Angebot von Dachgeschosswohnungen mit Dachterrassen. Im 2. und 3. Obergeschoss werden Mietergärten für „Urban Gardening“ angeboten.
4.2.) Gemeinschaftsflächen / Sondernutzungen
Alle Gemeinschaftsflächen bzw. Sondernutzungen stellen erdgeschossig ihre attraktiven Angebote am Quartiersplatz dar und liegen somit orientiert an der Kostheimer Landstraße und zum Bürgerhaus. Über dem Wohnen im Hochparterre läuft die EG-Decke durch und dementsprechend erhalten die folgenden Sondernutzungen eine lichte Raumhöhe von ca. 3,00 m: - 4-zügige Kindertagesstätte im Gebäude D mit ebenerdigem Außenbereich zum Innenhof. - Bäckereiverkauf, Gemeinschaftsraum (Wohnprojekt), Waschsalon, Co-Working-Bereich und Fahrradwerkstatt im Gebäudes B. E-Lastenradstation, ESWE-Fahrradverleihstation und Einkaufstrolley-Station liegen an der östlichen Fassade zum Bürgerhaus. Große Fahrradabsellanlage (256 Räder) gegenüber der Parkhausfassade.
4.3.) Energiekonzept
Ausgangsbasis des Energiekonzeptes ist die Minimierung des Energieverbrauchs und bevorzugte Verwendung regenerativer Energie. Aufgrund der besonderen Nähe zum Rhein erscheint die Geothermienutzung zur Gebäudeheizung inkl. Aufbau eines sogenannten „Kalten-Nahwärmenetzes“ sinnvoll. Ziel dieser Konzeption soll der komplette Verzicht auf den Einsatz fossiler Brennstoffe wie z. B. Erdgas, Erdöl sein. Entgegen einer Wärmeversorgung über ein klassisches Fernwärme-/Nahwärme-Netz mit Vorlauftemperaturen von 70 bis 90 °C, wird das „Kalte-Nahwärmenetz“ nur mit Temperaturen von etwa 5 bis 25 °C betrieben. Durch die Sonden- und Versorgungsleitungen zirkuliert ein Wasser-Glykol-Gemisch (Sole) und nimmt die Temperatur des Erdreichs auf. Ein- oder mehrere zentrale Bohrfelder dienen dabei als gemeinschaftliche Wärmequelle für die Versorgung einzelner Verbraucher bzw. Gebäude. Über eine separate Verteilstation erfolgt die Anbindung an ein zentrales Ringleitungssystem. Dieses Versorgungsnetz transportiert die aus der Wärmequelle gewonnene Energie, zu den dezentral angeordneten Wärmepumpenanlagen in den Haustechnikräumen der jeweiligen Gebäude. Optionale PV-Anlagen auf den Dächern und im speziellen an der Südfassade des Gebäude-E zur Bahntrasse, liefern den elektrischen Strom für den Betrieb der Wärmeversorgungsanlage. Dachflächen Für die Dachfläche wird - in Abhängigkeit mit dem gewählten Energiekonzept - beim Einsatz von Solarenergie ein Solargründach vorgeschlagen. Dadurch wird gewährleistet, dass die komplette Dachfläche begrünt werden kann bei der gleichzeitigen Nutzung der Sonnenenergie.
1. URBAN PLANNING
At the interface between Mainz-Kastel and Mainz-Kostheim, the authors propose a city quarter that responds appropriately to its surroundings on all sides. The edges of the quarter remain closed where noise protection is required and open where cross-quarter connections exist. Despite edge lengths of approximately 110 meters, the block perimeter is adapted to the local scale through offsets and bends. At connection points, eaves and parapet heights correspond to the immediate neighborhood (maximum of three stories). Further along, roof edges rise gradually, creating a continuous roofscape that forms a distinctive silhouette at the quarter square, visible from afar, with up to eight stories at the highest point.
The quarter square in the northeastern quadrant is well integrated into the urban context both structurally—through a passage along Kostheimer Landstraße and an opening to the Bürgerhaus—and through its public and semi-public uses. The remaining three quadrants provide a quiet, car-free interior with a continuous sequence of garden spaces, populated with five three-story point buildings. Access is via two parallel paths and the street at the eastern edge, connecting the entire residential quarter to Kostheimer Landstraße for address purposes. The proposed development concept has a site coverage ratio (GRZ) of 0.4.
For a sustainable neighborhood, the following are proposed to create a livable residential environment with high-quality recreational and usage areas, and an ecologically designed public and private green space to support biodiversity.
2. OPEN SPACES AND GREEN CONCEPT
2.1. PUBLIC AND SEMI-PUBLIC OPEN SPACES
The quarter square in the northeastern quadrant serves as a link to the surrounding city. This accessible and Kostheimer Landstraße-shielded space accommodates ground-floor uses such as a kindergarten, bakery shop, bicycle service station, laundromat, co-working space, gastronomy, and a community room (residential group). Around a large village lime tree, shop windows with thoughtfully combined and attractive uses invite social interaction and lingering. The well-proportioned square opens diagonally toward the children’s playground and the quiet interior on one side, and transitions to the Bürgerhaus on the other.
2.2. PRIVATE AND SEMI-PRIVATE OPEN SPACES
The car-free interior is designed as a continuous open space—from the kindergarten yard through small “neighborhood squares” between entrances to tenant gardens. All ground-floor apartments are raised slightly above street level (high ground floor), and except for those along the eastern access street and the quarter square, all apartments have level access to the tenant gardens. This gradation from semi-private to private spaces encourages both social interaction and retreat, fostering resident responsibility and identification with their neighborhood.
2.3. GREEN CONCEPT
The proposed green concept sets new standards while preserving meaningful existing components, such as front yard greenery and the tree line along Kostheimer Landstraße. A 7-meter-wide strip along the southern property boundary is kept free from buildings and pathways, remaining as a natural dry field with retention basins. In the quiet interior, garden areas are enhanced with individual trees for summer shading and larger canopies in key locations. Surfaces of paths, the quarter square, sports area, and terraces are unsealed. Roofs are intensively/extensively greened, with planter options for balconies and roof terraces. Urban gardening is proposed on part of the parking structure, whose courtyard-facing façade is fully greened. These measures support evaporation, rainwater retention, and infiltration.
2.4. FILLING/GRADING
All ground-floor apartments are raised, and except for those along the eastern access street and quarter square, all apartments gain level access to their tenant gardens through site grading (excavated fill). Path networks remain unfilled to preserve the privacy of the gardens.
3. TRAFFIC AND PARKING
Nearly all 160 car parking spaces are housed in a two-story parking structure parallel to the rail tracks, keeping the interior car-free. The parking structure façade facing the tracks is a steel mesh, allowing natural light and ventilation (with optional climbing plants). Only waste collection and emergency vehicles access the site via the western access road and quarter square, which provide turning areas. In addition to existing public transport stops along Kostheimer Landstraße, sustainable mobility options such as car-sharing and bike rentals are provided along the eastern access street. Charging stations for e-bikes and cargo bikes and a bicycle parking facility with 256 double-decker racks are included, with additional bike parking at building entrances. The only cross-quarter connection to the existing pedestrian and bicycle network runs along the northern façade of the parking structure.
4. ARCHITECTURE AND TECHNICAL REQUIREMENTS
4.1. BUILDINGS / APARTMENTS / HOUSING MIX
- Building A: Entrances face Kostheimer Landstraße. Floors contain family-friendly 4-room and 5-room apartments and age-appropriate 2-room barrier-free apartments. Apartments are arranged in four-unit clusters accessed via an external staircase, optimizing usable area. All living spaces and loggias face the interior. The ground floor is raised 0.8 m above adjacent terrain, as are the tenant gardens, creating a natural separation between semi-public and private spaces. A secondary emergency exit is provided for interior-facing apartments.
- Building B (four-unit clusters): Entrances face Kostheimer Landstraße and the Bürgerhaus. Ground floor contains commercial spaces: bakery, community room, laundromat, co-working area, bike workshop, and gastronomy. Upper floors include low-cost shared apartments, cluster apartments, and barrier-free 2- to 6-room units. Apartments are oriented toward the interior or quarter square. Sloped (terraced) roof forms provide diverse penthouse options with roof terraces and gardens.
- Building C (two-unit clusters): Point buildings with open external staircases, housing family-friendly 4-room apartments. Tenant gardens are raised 1.4 m above terrain, with communal rooftop areas.
- Building D (interior-corridor / gallery building): Entrances face the quarter square and Bürgerhaus. Kindergarten occupies the ground floor with south-facing outdoor area (726 m²). Floors served by three staircases, with corridors transitioning to galleries connected to Building E and the quarter garage. Apartments include 1- to 5-room barrier-free units, with tenant gardens and raised ground-floor level (0.8 m). Sloped roofs provide penthouse apartments with terraces and gardens.
- Building E (gallery building): Ground and first floors house the quarter garage with 160 parking spaces. Apartments are accessed via galleries with staircases and include 2- to 5-room units. Loggias face the interior, with terraces and roof gardens for penthouses. Tenant gardens on upper floors are available for urban gardening.
4.2. COMMUNITY SPACES / SPECIAL USES
All community and special-use spaces are located on the ground floor at the quarter square, oriented to Kostheimer Landstraße and the Bürgerhaus. The high-ceilinged ground floor (approx. 3.0 m) accommodates:
- Four-group kindergarten in Building D with ground-level outdoor area
- Bakery, community room, laundromat, co-working area, bike workshop in Building B
- E-cargo bike station, ESWE bike rental, and shopping trolley station along the eastern façade
- Large bike parking (256 spaces) opposite the parking structure
4.3. ENERGY CONCEPT
The energy strategy prioritizes minimizing energy consumption and using renewable sources. Proximity to the Rhine makes geothermal heating via a “cold district heating network” practical, eliminating fossil fuels like gas or oil. Unlike conventional district heating (70–90 °C), the cold network operates at 5–25 °C. A water-glycol mixture circulates through boreholes to absorb ground heat. Central bore fields provide energy to decentralized heat pumps in the buildings via a ring distribution system. Optional PV panels on roofs and the south façade of Building E supply electricity for the system. Roofs are designed as green solar roofs, combining full greening with solar energy utilization.
















