Julie Roger Haus Frankfurt am Main

Nutzungsart
Barrierefreiheit
Bauen im Bestand
Gewerbe
Wohnen
Projektzeitraum
2018
Typus
Neubau
Status
Wettbewerb/Wbw

Arge KA-P GmbH & Co. KG, Mainz mit SCHOYERER ARCHITEKTEN_SYRA, Mainz / Frankfurt : Städtebau / Architektur

BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten, Mainz / Frankfurt : Freianlagenplanung

Das auf dem Grundstück Gummersbergstraße 24, in 60435 Frankfurt befindliche Wohnheim (Julie Roger Haus) wird durch einen Neubau ersetzt, wobei die Geschäftsstelle des Frankfurter Verbandes erhalten bleiben soll.

Die Verfasser schlagen vor, diesen charmanten Solitär als ersten Baustein für das städtebauliche Konzept eines neuen Ensembles aus unterschiedlichen Solitären heran zu ziehen.  

Städtebau, Baustruktur, Architektur und Außenraum:

Dieser Bestandsbau hat ein Hochparterre und exakt diese Höhe wird als neues Eingangsniveau des gesamten Ensembles vorgeschlagen, d.h. alle bewohnbaren Geschosse bauen darauf auf und unterhalb dieses Eingangsplateaus wird ein Parkdeck für ca. 44 PKWs mit Zu- und Ausfahrt an der südlichen Stirnseite vorgeschlagen, zumal die Topographie dies schon direkt anbietet, denn das Gelände fällt entlang der in Bezug auf das Hochparterre des Bestandsbaus um knappe vier Meter ab. Durch die komplett höhengleiche Oberflächengestaltung des Eingangsplateaus ist in allen Erdgeschossbereichen (Seniorenheim, Gartenanlagen und Wohngebäude) eine barrierefreie Erschließung sichergestellt und den Senioren sind eingeladen den begrünten „Wohncampus“ mit zu nutzen.

Die Verfasser bieten somit auf dem mit dem Niveau des Bestandsgebäudes höhengleichen Plateau ein Ensemble aus insgesamt (inkl. dem Altbau) sechs Solitären an. Das Seniorenheim, bestehend aus dem o.g. Bestandsgebäude und dem östlich angelagerten kreuzförmigen Neubau des Seniorenwohnhauses, wird an der Gummersbergerstraße 24 über eine breite Rampenanlage (Neigung unter 4%) erschlossen.

Das Wohnungsbau-Ensemble aus zwei würfelartigen Solitären und zwei Langhäusern wird am Schliemannweg über eine Kombination von Treppenanlage und Rampe erreichbar sein. Auf Straßenniveau bieten sich weitere Wohnflächen an oder aber auch publikumsorientierte Nutzungen wie Praxen oder kleine Geschäftseinrichtungen. 

Die Geschossigkeit variiert von IV bis VI, teilweise mit Staffelgeschossen. Die Grundrisse sind so ausgebildet, dass eine Mischung aus freifinanzierten Wohnungen und Sozialwohnungen möglich ist. Sämtliche Fassaden werden in einem hellen rotbraunen Klinker verkleidet.

Analog der umgebenden Bebauung mit jeweils begrünten Hofflächen wird zwischen den Solitären ein intensiv begrünter multifunktionaler und halbprivater  „Wohncampus“ geschaffen, welcher durch seine gestaffelte Höhenlage gegenüber dem angrenzenden Stadtraum seine Intimität und Ruhe behalten kann. Gezielte Baumstellungen lassen unterschiedliche multifunktionale Räume (Kinderspielplatz, Gemeinschaftsbereiche und Ruhezonen, evtl. Mietergärten) mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen. Kleine Quartiersplätzchen mit Spielangebot, großzügige Baumscheiben mit Stauden und Gräsern und Baumstandorte sind in Form von Trögen mit Sitzauflagen ausgebildet. Die Zu- und Abluft sowie Belichtungsschlitze für das Parkdeck sind mit den Baumtrögen zu einem gemeinsamen Element konzipiert. In Anlehnung an die hellen rotbraunen Klinkerfassaden werden auch die Beläge der Hofflächen in diesem warmen Grundton mit Klinkerflächen versehen, welche zu den Rändern gänzlich in Rasen bzw. Schotterrasen auslaufen. In stärker frequentieren Bereichen, z.B. Plätzen, werden Ortbetonflächen mit Besenstrich oder Stelconplatten vorgeschlagen.

 

 

 

Wettbewerbe

20183. Rang / Wohnungsbau inkl. Seniorenwohnen - Wettbewerb