Julie Roger Haus Frankfurt am Main
Arge KA-P GmbH & Co. KG, Mainz mit SCHOYERER ARCHITEKTEN_SYRA, Mainz / Frankfurt : Städtebau / Architektur
BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten, Mainz / Frankfurt : Freianlagenplanung
Ausgangslage
Das bestehende Wohnheim auf dem Grundstück Gummersbergstraße 24 in Frankfurt wird durch einen Neubau ersetzt, während die Geschäftsstelle des Frankfurter Verbandes erhalten bleiben soll. Der Bestand mit Hochparterre dient als Ausgangsniveau für das neue Ensemble aus mehreren Solitären. Die Topographie fällt entlang der Parzelle um etwa vier Meter ab und ermöglicht eine Unterbringung eines Parkdecks. Ziel ist die Integration eines barrierefreien Wohncampus für Senioren und weitere Wohnnutzungen.
Konzept
Die Leitidee sieht vor, auf dem Niveau des Bestandsgebäudes ein Ensemble aus insgesamt sechs Solitären zu entwickeln. Das Seniorenheim wird durch eine breite, maximal 4% geneigte Rampenanlage erschlossen. Die Wohngebäude am Schliemannweg sind über eine Kombination aus Treppen und Rampen zugänglich. Zwischen den Solitären entsteht ein multifunktionaler, halbprivater „Wohncampus“ mit intensiv begrünten Hofflächen, der Ruhe, Intimität und Aufenthaltsqualität gewährleistet. Das Konzept ermöglicht eine Mischung aus freifinanzierten Wohnungen, Sozialwohnungen sowie optional publikumsorientierten Nutzungen wie Praxen oder kleineren Geschäftseinrichtungen.
Architekturbeschreibung
Die Geschossigkeit variiert zwischen IV und VI, teilweise mit Staffelgeschossen. Die Kubaturen bestehen aus zwei würfelförmigen Solitären, zwei Langhäusern und dem Bestand des Seniorenheims. Die Fassaden erhalten einen hellen rotbraunen Klinker. Die Hofflächen sind in warmen Grundtönen gestaltet, mit Klinkerflächen, die zu Rasen oder Schotterrasen auslaufen. Multifunktionale Bereiche wie Spielplätze, Gemeinschaftszonen und Ruhezonen werden gezielt durch Baumstellungen und Pflanztröge strukturiert. Kleine Quartiersplätze und großzügige Baumscheiben integrieren Sitzmöglichkeiten und bilden verbindende Elemente zwischen den Gebäuden.
Konstruktion
Die barrierefreie Erschließung erfolgt über Rampen und Treppenanlagen, die alle Geschosse des Ensembles verbinden. Unterhalb des Eingangsplateaus wird ein Parkdeck für ca. 44 Fahrzeuge errichtet. Zu- und Abluftöffnungen sowie Belichtungsschlitze für das Parkdeck sind in die Baumtröge integriert. Die Gebäudestruktur ermöglicht flexible Grundrisse für unterschiedliche Wohnformen. Die Fassaden bestehen aus Klinker, die Hofbeläge aus Ortbeton, Stelconplatten und Klinkerflächen. Die konstruktive Gestaltung folgt dem städtebaulichen Konzept des Ensembles und sichert Stabilität, Nutzbarkeit und optische Einheitlichkeit.
Background
The existing dormitory on Gummersbergstraße 24 in Frankfurt is to be replaced with a new building, while the Frankfurt Association office will be retained. The existing structure with raised ground floor serves as the reference level for a new ensemble of multiple freestanding buildings. The site slopes approximately four meters, allowing the integration of an underground parking deck. The project aims to create an accessible residential campus for seniors, along with additional residential units.
Concept
The design concept establishes an ensemble of six freestanding buildings on the level of the existing structure. The senior residence is accessed via a gently sloped ramp (max. 4%). Residential buildings along Schliemannweg are connected by a combination of ramps and stairs. Between the buildings, a multifunctional, semi-private “residential campus” with intensively landscaped courtyards provides privacy, tranquility, and high-quality outdoor spaces. The concept allows a mix of market-rate and social housing, as well as optional public uses such as offices or small commercial units.
Architectural Description
The building heights range from four to six stories, with some stepped floors. The ensemble includes two cube-shaped buildings, two linear blocks, and the existing senior residence. Facades are clad in light reddish-brown brick. Courtyards feature warm-toned surfaces with brick paving transitioning to lawn or gravel lawn. Trees and planting troughs structure multifunctional areas including playgrounds, communal spaces, and quiet zones. Small neighborhood squares and generous tree pits integrate seating and act as connecting elements between the buildings.
Construction
Accessible connections are provided by ramps and staircases linking all floors of the ensemble. Below the entrance plateau, a parking deck for approximately 44 vehicles is constructed. Ventilation and daylight openings for the parking deck are integrated into the planting troughs. The building structure allows flexible floor plans for different residential types. Facades are brick, and courtyard surfaces combine in-situ concrete, Stelcon slabs, and brick paving. The construction follows the urban planning concept of the ensemble, ensuring structural stability, functionality, and visual coherence.
Wettbewerbe
| 2018 | 3. Rang / Wohnungsbau inkl. Seniorenwohnen - Wettbewerb |













