Eltzer Hof Mainz
Ausgangslage
Der historische Quartiersblock Eltzer Hof ist klar gegenüber dem angrenzenden Stadtraum abgegrenzt und beinhaltet das barocke Stadtpalais als Teil des kunsthistorisch bedeutenden Stadtbildes von „Goldenes Mainz“. Ursprünglich war der Innenbereich durch unterschiedlich große Höfe gegliedert. Das städtebauliche Ziel besteht in der vollständigen Entkernung und dem Wiederaufbau der historischen Volumen der Adelspaläste sowie der Nachbildung der historischen Mansarddächer. Ergänzt durch das Volumen des Festsaals entsteht ein ausgewogenes Verhältnis von Baukörpern und Innenhöfen, das die historische Traufhöhe respektiert.
Konzept
Das Konzept verfolgt die Wiederherstellung eines zusammenhängenden Hofensembles, bestehend aus einem großen zentralen Hof und drei kleineren Höfen. Die Innenhöfe, Arkaden und Loggien schaffen ein bewährtes Prinzip innerstädtischer Paläste, wobei der zentrale Hof als Herzstück fungiert. Die Fest- und Tagungssäle orientieren sich an diesem Hof, während die Loggien sowohl der inneren Erschließung als auch der städtischen Außenwirkung dienen. Ziel ist ein fließender Übergang von Innen- zu Außenräumen, der die Aufenthaltsqualität erhöht und eine flexible Nutzung ermöglicht.
Architektur Beschreibung
Die historische Fassade dient als rhythmische Vorlage, jedoch nicht als Raumabgrenzung. Vertikale Stützen und zurückgesetzte Deckenplatten transformieren die Fassaden in eine tiefere, galerieartig umlaufende Schicht. Diese schafft durchgängige Innenhof- und Galeriebereiche, die für Installationen, Dekorationen oder Veranstaltungen genutzt werden können. Der architektonische Ausdruck ergibt sich aus der präzisen Schichtung von Räumen über vier Etagen, deren zeitlose Wahrnehmung den historischen Charakter des Ensembles unterstützt.
Konstruktion
Die vertikale Erschließung erfolgt barrierefrei über Arkaden, Loggien und Treppen. Die Nutzung der vier Etagen ist funktional getrennt: Das EG bietet Zugang zu Ausstellungs- und Gastronomiebereichen, im 1.OG befinden sich das Festsaal-Foyer und Tagungsräume, im 2.OG die Büroflächen und im Dachgeschoss weitere Büros. Die Hof- und Galeriebereiche sind so gestaltet, dass Veranstaltungen unabhängig voneinander stattfinden können, ohne sich gegenseitig zu stören. Die Innenhöfe und Arkaden gewährleisten eine klare Orientierung und effiziente Erschließung aller Nutzungsbereiche.
Context
The Eltzer Hof is a historic urban block clearly distinguished from the surrounding cityscape, including the baroque city palace as part of the historically significant “Golden Mainz.” Originally, the interior was organized with courtyards of varying sizes. The urban and architectural objective is the complete gutting and reconstruction of the historic palace volumes, including the recreation of the characteristic mansard roofs. The addition of the festival hall volume achieves a balanced composition of building mass and courtyards while respecting the historic cornice heights.
Concept
The concept restores a coherent ensemble of courtyards, including a central main courtyard and three smaller secondary courtyards. Interior courtyards, arcades, and loggias follow a traditional palace principle: the central courtyard serves as the heart of the complex, with festival and conference halls oriented around it. Loggias serve both as circulation areas and as visual links to the city, creating fluid transitions between interior and exterior spaces while providing high-quality, flexible areas for events and daily use.
Architectural Description
The historic façade provides a rhythmic reference, rather than a strict spatial boundary. Vertical columns and recessed ceiling slabs transform the façades into deep, gallery-like layers. These create continuous interior courtyard and gallery spaces that can accommodate installations, decorations, and events. The architectural expression emerges from the deliberate vertical layering of spaces over four floors, ensuring timeless spatial perception and emphasizing the historical character of the Eltzer Hof ensemble.
Construction
Vertical circulation is barrier-free via arcades, loggias, and stairways. Functional zoning over four levels ensures independent operation: the ground floor houses exhibition and dining areas; the first floor contains the festival hall foyer and conference rooms; the second floor is used for offices; and additional office spaces occupy the attic. Courtyards and galleries are designed to allow simultaneous, non-interfering activities. The layout ensures clear orientation, efficient access, and flexible use of all areas while maintaining the historic architectural integrity.
Wettbewerbe
| 2008 | Wettbewerb Shortlist |










